Studium oder Ausbildung: Was ist wirklich besser – auch fürs Geld?

Studium oder Ausbildung – was ist wirklich besser, und was lohnt sich finanziell? Lena hält die Ausbildung mit Meister oder Techniker für massiv unterschätzt, Jonas verteidigt das Studium mit den Zahlen. Am Ende steht ein ehrliches Fazit: Der Durchschnitt spricht fürs Studium, aber der Beruf entscheidet mehr als der Abschluss.

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Kapitel

  • 00:00 1,69 vs. 2,52 Millionen Euro: Lebensverdienst nach Abschluss
  • 01:25 Der unterschätzte Faktor: Meister, Techniker, Fachwirt
  • 02:20 Warum der Beruf mehr zählt als der Abschluss
  • 04:00 Geld ab Tag eins: Ausbildungsvergütung vs. Studienkosten
  • 05:25 Sicherheit: Wie oft sind Akademiker arbeitslos?
  • 06:40 Was Zahlen nicht zeigen, Ausbildung + Studium, duales Studium
  • 08:40 Ehrliches Fazit & Tipps zur Entscheidung

Quellen zu den Zahlen

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Erstellt mit Unterstützung von KI.

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Lena: Jonas, ich hab eine Zahl für dich. Eins Komma sechs neun Millionen Euro. Was glaubst du, was das ist?

Jonas: Klingt nach einem Lottogewinn, den ich nie haben werde.

Lena: Fast. Das ist, was jemand mit abgeschlossener Berufsausbildung im Laufe seines ganzen Arbeitslebens im Schnitt brutto verdient, wenn er durchgehend Vollzeit arbeitet. Und jetzt rate mal, was jemand mit Studium bekommt.

Jonas: Mehr. Deutlich mehr, würde ich sagen. Sonst würde ja keiner fünf Jahre in Hörsälen sitzen.

Lena: Zwei Komma fünf zwei Millionen. Beides aus einer Auswertung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, kurz IAB. Also ja, im Schnitt mehr. Aber genau da wird es spannend. Denn dieselbe Studie hat den Titel: Ein Studium garantiert nicht immer das höchste Lebensentgelt.

Jonas: Okay, damit sind wir mitten drin. Herzlich willkommen bei DeinCampusPlan, ich bin Jonas.

Lena: Und ich bin Lena. Heute geht es um die Frage, die gefühlt jeder in der Oberstufe irgendwann von Eltern, Lehrern oder Tanten auf Familienfeiern gestellt bekommt: Studium oder Ausbildung? Was ist besser, und was lohnt sich finanziell wirklich?

Jonas: Und ich sag direkt, wo ich stehe. Ich finde, wer das Abi hat und sich halbwegs für ein Fach interessiert, sollte studieren. Die Zahlen sind ziemlich eindeutig.

Lena: Und ich halte dagegen. Ich glaube, viele studieren, weil man das nach dem Abi halt so macht. Und eine Ausbildung, vor allem mit Weiterbildung danach, wird massiv unterschätzt.

Jonas: Gut, dann lass uns mit den Zahlen anfangen, die du mitgebracht hast. Achthundertdreißigtausend Euro Unterschied zwischen Ausbildung und Studium. Das ist doch ein klares Argument für mich.

Lena: Ist es auf den ersten Blick. Aber schau mal, was die Studie noch zeigt. Wenn jemand nach der Ausbildung noch einen Fortbildungsabschluss macht, also Meister, Techniker oder Fachwirt, dann landet er im Schnitt bei zwei Komma zwei drei Millionen. Der Abstand zum Studium schrumpft dann auf knapp dreihunderttausend Euro.

Jonas: Knapp dreihunderttausend sind aber immer noch dreihunderttausend.

Lena: Klar. Aber über ein ganzes Arbeitsleben verteilt, über vierzig Jahre, und das ist brutto. Da gehen noch Steuern runter, und weil die Steuer mit dem Einkommen steigt, wird der Unterschied netto eher kleiner als größer.

Jonas: Fairer Punkt. Aber lass uns ehrlich sein: Diese Durchschnitte sagen doch erst mal, im Mittel lohnt sich das Studium. Und das ist ja die Frage, die die meisten haben.

Lena: Im Mittel, ja. Nur studiert niemand im Mittel. Man studiert ein bestimmtes Fach und landet in einem bestimmten Beruf. Und da gehen die Zahlen richtig auseinander. Die Spanne bei Leuten mit Hochschulabschluss liegt laut IAB je nach Berufsgruppe zwischen etwa einer Million und knapp drei Millionen Euro. Bei Leuten mit Ausbildung zwischen etwa einer Million und knapp zweieinhalb Millionen.

Jonas: Moment, das heißt, es gibt Studierte, die am Ende weniger haben als manche mit Ausbildung?

Lena: Genau das. Die Studie nennt zum Beispiel, dass Fachkräfte in dreizehn Berufsgruppen mehr verdienen als Leute in Akademiker-Jobs im Tourismus, in Hotels und in der Gastro. Und in IT-Berufen oder Naturwissenschaften kommen Spezialisten, also oft Leute mit Meister oder Techniker, sogar auf mehr als der Durchschnitt aller Jobs, für die man normalerweise ein Studium braucht.

Jonas: Okay, das überrascht mich ehrlich gesagt ein bisschen. Aber dann ist die eigentliche Frage ja gar nicht Studium oder Ausbildung, sondern welcher Beruf.

Lena: Das ist für mich die wichtigste Erkenntnis überhaupt. Der Abschluss ist nicht der Hebel. Der Beruf ist der Hebel.

Jonas: Trotzdem will ich was verteidigen. Ein Studium öffnet Türen, die mit Ausbildung einfach zu sind. Arzt, Lehrer, Juristin, Ingenieur in der Forschung. Da kommst du ohne Uni nicht hin.

Lena: Stimmt. Wenn du weißt, dass du Ärztin werden willst, stellt sich die Frage gar nicht. Ich rede von den vielen, die nach dem Abi sagen: Ich mach mal BWL, dann sehen wir weiter.

Jonas: Da würde ich dir nicht mal komplett widersprechen. Wobei auch so ein unspezifisches Studium Optionen schafft. Du kannst später noch in ganz verschiedene Richtungen gehen.

Lena: Kannst du mit Ausbildung aber auch. Und hier kommt mein Lieblingsargument: das Geld in den ersten Jahren. Wer eine Ausbildung macht, verdient ab Tag eins. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung lag die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung 2025 bei eintausendzweihundertneun Euro im Monat. Im ersten Ausbildungsjahr im Schnitt eintausendeinhundertsiebzehn.

Jonas: Und als Studi zahlst du erst mal. Miete, Semesterbeitrag, Bücher. Das stimmt.

Lena: Eben. Viele Studierende sitzen mit Mitte zwanzig noch im WG-Zimmer und rechnen, ob das BAföG reicht, während die Freundin aus der Ausbildung schon drei, vier Jahre Berufserfahrung hat und vielleicht gerade den Meister macht.

Jonas: Aber das ist in den Lebensentgelten doch schon eingerechnet, oder?

Lena: Ja, das ist das Faire an der Studie. Die Ausbildung wird ab achtzehn gerechnet, das Studium ab fünfundzwanzig. Die späteren Jahre ohne Gehalt sind also schon drin. Und trotzdem liegt das Studium im Schnitt vorne. Das gebe ich zu.

Jonas: Danke. Das wollte ich hören.

Lena: Nur, Jonas, eine Sache noch. Diese Rechnung geht davon aus, dass man durchgehend Vollzeit arbeitet, ohne Pause. Und vor allem, dass man das Studium auch abschließt.

Jonas: Und das tut nicht jeder, klar.

Lena: Eben. Und dann hat man im schlimmsten Fall ein paar Jahre ohne Abschluss und ohne Gehalt hinter sich. Das ist bei der Ausbildung auch möglich, aber man hat zumindest schon verdient.

Jonas: Gut, dann lass mich mal einen Punkt bringen, der für das Studium spricht und der nichts mit dem Gehalt zu tun hat: Sicherheit. Akademiker sind seltener arbeitslos.

Lena: Das war lange so, ja.

Jonas: War? Das ist doch immer noch so.

Lena: Im Prinzip schon, aber es verschiebt sich gerade. Laut Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitslosenquote von Akademikern 2025 auf drei Komma drei Prozent gestiegen. Ein Jahr vorher waren es noch zwei Komma neun Prozent. Zum Vergleich: 2019 lag sie laut IAB bei zwei Prozent, bei Leuten mit Berufsausbildung bei drei Komma drei Prozent.

Jonas: Moment. Das heißt, Akademiker sind heute ungefähr da, wo Leute mit Ausbildung vor ein paar Jahren waren?

Lena: Bei der Quote, ja, ungefähr. Ich will das nicht dramatisieren, drei Prozent ist immer noch wenig. Aber der Vorsprung bei der Sicherheit ist nicht mehr so riesig, wie viele denken. Der wirklich große Unterschied ist ein anderer: Leute ganz ohne Berufsabschluss. Da lag die Quote 2019 schon bei siebzehn Prozent.

Jonas: Also die eigentliche Botschaft ist: Mach irgendeinen Abschluss.

Lena: Genau. Das ist der Punkt, bei dem sich alle Daten einig sind. Kein Abschluss ist das Risiko. Studium oder Ausbildung ist im Vergleich dazu fast Luxusproblem.

Jonas: Gut, jetzt aber mal zu dem, was die Zahlen nicht abbilden. Ich hab selber erlebt, wie viel einem das Studium außerhalb vom Fachwissen bringt. Du lernst, dich selbst zu organisieren, du ziehst vielleicht in eine neue Stadt, machst ein Auslandssemester. Das prägt.

Lena: Das stimmt, und das will ich gar nicht kleinreden. Aber das ist halt auch ein bisschen Privileg. Nicht jeder kann sich fünf Jahre Selbstfindung leisten. Und ehrlich: Eine Ausbildung prägt auch. Du stehst mit siebzehn, achtzehn in einem echten Betrieb, mit echter Verantwortung. Ich wette, manche, die eine Ausbildung gemacht haben, waren mit zwanzig deutlich erwachsener als ich im dritten Semester.

Jonas: Autsch. Aber ja, kann ich mir vorstellen.

Lena: Und noch was. In den Erfahrungsberichten, die wir bei DeinCampusPlan auswerten, taucht immer wieder auf, dass Leute im Studium merken: Die Theorie liegt mir eigentlich gar nicht so. Die wären in einer praktischen Ausbildung vielleicht glücklicher gewesen.

Jonas: Umgekehrt gibt es aber auch die, die nach der Ausbildung merken, dass sie mehr wollen, und dann noch studieren.

Lena: Und das finde ich eigentlich den unterschätzten Weg. Ausbildung zuerst, dann studieren. Du hast schon Geld verdient, weißt, wie Arbeit funktioniert, und weißt viel genauer, was du studieren willst.

Jonas: Wobei man dann halt noch später ins volle Gehalt einsteigt.

Lena: Klar, nichts ist gratis. Mein Eindruck ist, dass diese Leute oft fokussierter studieren, weil sie wissen, wofür. Und mit Berufserfahrung und Studium bist du für viele Arbeitgeber super interessant.

Jonas: Dann sollten wir auch das duale Studium erwähnen. Das ist ja quasi der Mittelweg. Du studierst, bist gleichzeitig in einem Betrieb und kriegst Gehalt.

Lena: Genau, und das ist eine echte Option, gerade für Leute, die beides wollen. Man muss aber wissen: Das ist anstrengend. Semesterferien gibt es eigentlich nicht, du hast Praxisphasen, und du bindest dich an einen Arbeitgeber.

Jonas: Wir haben dazu übrigens einen eigenen Artikel bei DeinCampusPlan, da geht es um Theorie und Praxis im dualen Studium. Den verlinken wir in den Shownotes.

Lena: Gut. Jonas, jetzt mal ehrlich. Wenn dein kleiner Bruder morgen kommt und sagt, ich hab das Abi, ich weiß nicht, was ich machen soll. Was sagst du ihm?

Jonas: Hm. Früher hätte ich gesagt: Studier was, egal was. Nach dem, was wir heute besprochen haben, würde ich sagen: Überleg zuerst, welchen Beruf du dir vorstellen kannst. Und dann schau, welcher Weg da hinführt. Wenn das ein Studium ist, super. Wenn nicht, ist eine Ausbildung kein Plan B.

Lena: Das unterschreibe ich sofort. Ich würde noch ergänzen: Schau dir die Weiterbildung danach an. Meister, Techniker, Fachwirt. Das ist nach den IAB-Zahlen der Teil, den die meisten komplett übersehen. Damit holst du einen großen Teil vom Abstand zum Studium wieder rein.

Jonas: Und mein Gegen-Tipp: Wer studieren will, sollte nicht einfach das nehmen, was alle machen, nur weil es sicher klingt. Lieber ein Fach, bei dem man eine Vorstellung hat, wo man damit landet. Gerade weil die Spanne bei Akademikern so groß ist.

Lena: Dann versuchen wir mal ein ehrliches Fazit. Finanziell gilt im Durchschnitt: Das Studium bringt übers Leben mehr, auch wenn man die späteren Startjahre einrechnet. Das sagen die Daten.

Jonas: Aber der Durchschnitt ist nicht dein Leben. Der Beruf entscheidet mehr als der Abschluss. Eine Ausbildung mit Meister oder Techniker kann mit vielen Studienwegen mithalten, in manchen Bereichen sogar vorbeiziehen.

Lena: Und das größte Risiko ist nicht die falsche Wahl zwischen beidem, sondern gar keinen Abschluss zu machen oder jahrelang in etwas festzuhängen, das einem nicht liegt.

Jonas: Und wer sich unsicher ist: Praktika machen, mit Leuten reden, die den Job schon machen. Das ist ehrlich gesagt mehr wert als jede Statistik.

Lena: Sagt der, der die Statistik am Anfang so verteidigt hat.

Jonas: Ich hab dazugelernt, okay?

Lena: Wenn ihr gerade selbst vor der Entscheidung steht: Bei DeinCampusPlan findet ihr einen ausführlichen Guide zur Studienwahl, den Artikel zum dualen Studium und, falls es aufs Studium hinausläuft, unseren BAföG-Rechner, damit ihr wisst, womit ihr finanziell rechnen könnt. Alle Links und die Quellen zu den Zahlen stehen in der Folgenbeschreibung.

Jonas: Und wenn ihr keine Folge verpassen wollt, folgt unserem WhatsApp-Kanal, der Link ist ebenfalls in den Shownotes. Diese Folge ist mit Unterstützung von KI entstanden, die Inhalte basieren auf echten Erfahrungsberichten und unserer Recherche bei DeinCampusPlan.

Lena: Schreibt uns gern, wie ihr euch entschieden habt, und vor allem, ob ihr es bereut habt. Bis zum nächsten Mal!

Jonas: Tschüss!

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